DHYANA

Die siebte Stufe des Yogasutra

Nach der sechsten folgt die siebte Stufe im Yogasutra, die die Meditation und Kontemplation umfasst. Diese reicht bereits über die reine Konzentration hinaus und damit auch bis auf die göttliche Ebene. Das darf, gerade in moderner Hinsicht, nicht falsch verstanden werden. Spirituell dient Meditation der Geistleerung und der Entdeckung innerer Energien, der Ausrichtung der inneren Balance und des gleichmäßigen Stroms der Lebensenergie. Meditation ist entsprechend nicht mehr erst durch eine direkte Auseinandersetzung mit den Sinnen und der Kontrolle möglich, sondern sofort und jederzeit. Die tiefe Versendung kann dabei geübt werden und bildet den Abschluss der Erkenntnis über das Selbst und den schöpferischen Prozess. Das ermöglicht dann auch Einblicke in einen höheren Zustand, da der Geist sich so vollkommen von dem jetzigen Leben und Sein lösen kann. Entdeckt werden können andere Dimensionen, die innen und außen liegen.

In dem angestrebten Zustand des „Dhyana“ werden alle Geistaktivitäten als ein ununterbrochener Strom auf ein einziges Objekt gelenkt. Der Geist nimmt dabei durch die vorangegangene Konzentration immer die Form an, die das Objekt besitzt. Er verschmilzt mit diesem und wird zu diesem, bis der Zustand wieder gelöst wird. Das bedingt auch die Auflösung aller vorhandenen Formen. Der Meditierende wird selbst zum leeren Gefäß, das alles spiegelt und alles enthält, gleichzeitig aber keine eigene Persönlichkeit hat. Nur in diesem Zustand ist es möglich, das universelle Wissen zu empfangen, klar und rein zu sein und von keinerlei Ablenkungen mehr beeinflusst zu werden. Das bildet die Grundstufe zur Erleuchtung oder zur Verwirklichung des wahren Selbst.

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