Yoga & vegane Ernährung

Yoga & gesunde Ernährung
25. Januar 2020

Yoga & vegane Ernährung

Yoga und vegane Ernährung

Das vegane Ernährungsprinzip im Yoga

Die bewusste Auseinandersetzung mit Sein und Leben und die Anwendung der acht Yogastufen aus dem Yogasutra führt den Yogaschüler zu sich selbst zurück und auch auf das, was er verwirklichen möchte, was er vom Leben erwartet und wie er dem Leben begegnet. Ein gewaltloses Leben hat immer auch eine reinigende Wirkung auf das Selbst und den Geist. Daher kann die sattvige Ernährung bis in die vegane Form hineinreichen, da es allgemein gilt, einfach, leicht und in Maßen zu essen. Die vegane Ernährung wird von vielen Yogis angestrebt, da in modernen Zeiten auch bei Leder-, Honig- und Milchprodukten Umwelt- und Tierleid entstehen, z. B. durch Massentierhaltung.

Veganes Essen ist heute vielseitig möglich und wird dann auch mit der korrekten Menge an benötigten Proteinen, Kohlenhydraten und Vitaminen umgesetzt. Geachtet wird dabei immer darauf, wie, wann und wo das Essen erfolgt und dass auf dem Speiseplan vor allen Dingen pflanzliche Produkte stehen. Das bringt gleichzeitig mit sich, dass die Nahrungsmittel bewusst und frisch ausgewählt werden und die gesamte Ernährung immer reiner und einfacher erfolgt. Vegan bedeutet den vollständigen Verzicht auf jegliche Art an Tierprodukten. Auch wenn die sattvige Ernährung Milch und Milchprodukte einbezieht, fallen diese weg, da sie aus der Tierproduktion stammen. Wird die vegane Ernährungsweise richtig umgesetzt, kann sie eine der gesündesten sein.

Fleisch und tierische Produkte sind in der Ernährung nicht notwendig. Im Yoga wird angestrebt, gewaltfrei zu leben und gleichzeitig den Respekt vor allen Lebewesen aufrechtzuerhalten. Die Gewaltlosigkeit heißt im Sanskrit „Ahimsa“ und ist dabei eine allgemeine Lebenseinstellung. Vom Vegetarier ist dann der Schritt zum Veganer auch nicht weit, wobei beide ausgewogen stattfinden können und den Körper schlank und gesund halten. Es gibt viele Alternativen zu Fisch und Fleisch, die auch das benötigte Protein enthalten, so z. B. Hülsenfrüchte, die heute sogar als Superfood gelten und in vielen Varianten verzehrt werden können. Sie gehören zur sattvigen Nahrung, sollten jedoch gut gekocht werden, damit sie eine leichte Verdauung ermöglichen. Hülsenfrüchte sind z. B. Sojaprodukte, Bohnen, Linsen, Erbsen oder Tofu.

Gesättigte und ungesättigte Fettsäuren in der veganen Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung benötigt Proteine, Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Die vegane Ernährung stellt dabei keinen Verzicht dar, nur weil sie tierische Produkte vollständig ausgrenzt. Entscheidend ist dabei, welche Fettsäuren der Körper aufnimmt, die in gesättigte und ungesättigte unterschieden werden.

Gesättigte Fettsäuren finden sich vor allen Dingen in allen tierischen Produkten, darunter in Fleisch und Milchprodukten. Eine zu hohe Anzahl wirkt sich negativ auf den Körper aus und verlangsamt den Stoffwechsel. Das wiederum führt auch zu schwerwiegenden Erkrankungen und erhöht das Herzinfarktrisiko.

Wertvoller für den Körper sind ungesättigte Fettsäuren. Diese sind nicht nur in tierischen Lebensmitteln, sondern auch in rein pflanzlichen Produkten zu finden. Sie werden in einfache und mehrfach ungesättigte Fettsäuren unterschieden. Einfache sind in Gemüse, Nüssen oder Ölen enthalten. Die mehrfachen ungesättigten Fettsäuren werden in Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren unterschieden. Sie finden sich auch in Chiasamen, Diestel-, Soja-, Sonnenblumen-, Hanf- oder Leinöl, die Teil der veganen Ernährung sind.

Omega-3-Fettsäuren stärken das Herz und das Immunsystem. In der rein pflanzlichen Kost wirken sie als kurzkettige Fettsäuren, entsprechend als Alpha-Linolensäure. In tierischen Produkten sind langkettige Omega-3-Fettsäuren in Form von Docosahexaensäure und Eicosapentaensäure enthalten. Beide führen dem Körper die wichtige Linolsäure für den Zellenaufbau und die Zellenerneuerung zu.

Auch Omega-6-Fettsäuren werden über die Nahrung aufgenommen. Aus ihr stellt der Körper z. B. Arachidonsäure oder Gamma-Linolensäure her, die wichtig für alle Reparatur- und Wachstumsprozesse im Körper sind und dazu die Hormonbildung unterstützen. Die Omega-6-Fettsäuren sind dabei der Gegenspieler zu den Omega-3-Fettsäuren und fördern die Umwandlung der Fettsäuren im Körper. Dabei ist die Aufnahme dieser Fettsäuren nur sehr gering empfohlen, damit es nicht zu einem Überschuss kommt. Da sie verstärkt in tierischen Lebensmitteln zu finden sind, kann die vegane Ernährung diesem Problem vorbeugen.